Die Flugulus auf Reisen…


…und die Reise geht weiter!
April 23, 2008, 10:00
Gespeichert unter: 00 Allgemeines / Weltmusik

Unsere Reise vom 15. November 2006 bis zum 28. Juni 2007 bescherte uns eine unfassbare Vielfalt und Intensität an neuen Eindrücken, die jeden Tag aufs neue aufgenommen und verarbeitet werden wollten. So wurden wir Tag für Tag mit einer unbeschreiblichen Masse neuer und uns oftmals unbekannter Denk- und Lebensweisen konfrontiert. Wir haben uns lange Zeit mit diesen Kulturunterschieden sowohl physisch als auch psychisch auseinandergesetzt und so oft wie möglich versucht, unsere Gedanken in Worte zu fassen und damit all denjenigen, die unsere Reise aufmerksam verfolgten, einen wahrheitsgetreuen Einblick dessen zu ermöglichen, was uns wirklich bewegte. Auch heute, fast 10 Monate nach unserer Rückkehr, vergeht kein Tag, an dem wir nicht mindestens für wenige Augenblicke eine kleine Reise machen und im Geiste an einem dieser Orte ein Gefühl durchleben, das nicht zu beschreiben ist. Man kann schon sagen, dass diese kurze Zeit sehr viel in uns verändert hat. Sie hat uns viele Ansichten überdenken lassen und nicht nur einmal mussten wir bestimmte Sichtweisen revidieren. Doch vor allen Dingen haben wir eines gelernt: Alles ist relativ!

Dies wurde uns wahrscheinlich mehr als in bisher jedem anderen Land zuvor während unserer Indien-Reise vom 26. Dezember 2007 bis zum 03. Fabruar 2008 vor Augen geführt. Auch die Zeit auf dem Subkontinent hat dazu beigetragen, den geeigneten Maßstab bei der Beurteilung bestimmter Lebenslagen zu finden. Ein Großteil der Dinge, die von uns bewertet werden, sind Ermessenssache und werden je nach Perspektive im Auge des Betrachters unterschiedlich wahrgenommen. Deshalb sind wir froh, dass wir die Chance wahrgenommen haben, diesbezüglich unseren Horizont zu erweitern und unser Auge zu schärfen.

Deshalb werden wir auch in Zukunft so viel Zeit wie nur irgend möglich damit verbringen, fremde Kulturen hautnah zu erfahren und einzutauchen in Welten wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten…

Wir haben uns dazu entschieden, unseren Blog auf etwas gehobenerem Niveau (zumindest was die äußere Erscheinung betrifft) an dieser Stelle weiterzuführen. Alle Einträge, die wir auf flugulus.log.ag eingestellt haben, werden hierher übernommen, durch die einzelnen Kategorien sollte auch die Benutzung etwas übersichtlicher sein. Wir haben vor, die Berichte zu ergänzen und zu vervollständigen und vielleicht auch den ein oder anderen Erfahrungsbericht aus Indien nachtragen. Ansonsten wird es hier eher ruhig zugehen, obwohl ihr natürlich herzlich dazu eingeladen seid, uns eure Anregungen und Wünsche zukommen zu lassen.

Wir hoffen, dass wir euch auch weiterhin mit unseren Berichten erfreuen können.

Eure Flugulus Elisabeth und Felix

PS: Hier gibt’s ein bisschen Musik aus Brasilien…

…und auch was von Goran Bregovic



Thailand (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 9:00
Gespeichert unter: 01 Thailand NOV 2006

Verfasst am 17.11.2006
Die ersten Tage…

Wir haben es geschafft…wir sind in Bangkok gelandet. Der Flug war gut, leckeres Essen, wir hatten die besten Plätze des gesamten Flugzeugs, aber auch 1,5 Stunden Verspätung. Es war also schon dunkel als wir in Bangkok ankamen (17.15 Uhr) und nicht ganz leicht sich zu orientieren. Mit dem Bus (150 Baht = 3,65 Dollar) ging es dann in das besagte Backpacker-Viertel Banglamphu, das direkt im Zentrum liegt und viel größer ist, als erwartet. Verschwitzt bei geschätzten 30 Grad und maximaler Luftfeuchtigkeit erreichten wir per Zufall erschöpft unser jetziges Hostel in der Khao San Road, der wohl belebtesten Touristenstrasse der Hauptstadt. Wir zahlen hier zusammen 400 Baht (unter 10 Dollar) pro Nacht inklusive Bad. Bis tief in die Nacht sorgt der Night Market für Stimmung und gutes Essen aus den mobilen Garküchen. Das Angebot reicht von Pad Thai (Nudelgericht mit Ei und Gemüse) über Fleisch-Spieße bis hin zu gegrillten Heuschrecken, Maden, Larven und Fröschen. Ein kurzer Stromausfall ließ die Menge jubeln…
Unser erster Tag sollte aus Sightseeing bestehen, aber er wollte nicht: Die Nacht über waren wir auf der verzweifelten Suche nach „DEM Geräusch“ in unserem Zimmer (nun sind wir gespannt, ob uns unser „tchiep tchiep“ getaufter Freund wieder besuchen wird), den Tag über ließ der Jetlag grüßen und die Tücken der Großstadt taten ihr übriges dazu. So fällt es uns beispielsweise sehr schwer, fünf-spurige Straßen ohne Ampeln zu überqueren und hilfsbereite von hinterhältigen Thais zu unterscheiden. Kurz gesagt: Bangkok ist dem ersten Eindruck nach für solch ordnungsverwöhnte Mannheimer wie uns einfach zu groß, hektisch und anstrengend.
Nach einem ebenso leckeren wie todesscharfen Essen (Felix wäre um ein Haar kein Felix mehr) werden wir den Abend in weiterer Routenplanung ausklingen lassen und morgen versuchen, das Weite zu suchen.

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Laos (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 8:00
Gespeichert unter: 02 Laos DEC 2006

Verfasst am 08.12.2006
Laos

Heute nun melden wir uns zum ersten Mal aus Laos. Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber die ersten Eindrücke mussten wir erst einmal richtig aufnehmen und vor allem genießen. Denn die bisherigen Erfahrungen – auch wenn es noch nicht sehr viele sein mögen – waren wirklich sehr beeindruckend.
Das absolute Highlight war – wie sollte es auch anders sein – die Fahrt von Houay Xai nach Luang Prabang auf dem Mekong: Vergangenen Sonntag machten wir uns um 7 Uhr morgens auf den Weg von unserem Hostel in Chiang Khong auf die gegenüberliegende Seite, das zu Laos gehörende Houay Xai. Wie sich herausstellen sollte, war dies auch eine gute Idee, denn als wir schließlich mit einem kleinen Boot übergesetzt, die 30 Dollar für das Visum aufgetrieben und uns das Ticket für unser Slow Boat ergattert hatten, war es schon 10 Uhr. Schon hier, einen Steinwurf von Thailand entfernt, mussten wir feststellen, dass hier viele Dinge um einiges komplizierter ablaufen. So können wir mit unseren Dollars hier in Laos nichts anfangen, da wir nicht über die nagelneuen Scheine von 2004 verfügen. Und da es im ganzen Land keine Geldautomaten für Touristen gibt (nur für Einheimische), waren wir doch schon das ein oder andere Mal in der unangenehmen Lage, nicht flüssig zu sein. Trotz alledem konnten wir uns einen verhältnismäßig guten Platz im Boot sichern, das wir uns mit 118 Mitreisenden teilten. Als dann endlich alle Mann an Bord waren, begannen wir mit einer dreiviertel Stunde Verspätung die nun doch schon mit Spannung erwartete Reise 250 Kilometer Fluss abwärts. Unser Fensterplatz garantierte uns gute Sicht und hätten wir anstelle von 30 Zentimeter eventuell 33 Zentimeter Beinfreiheit gehabt, so hätten wir uns entspannt zurücklehnen können. Dies blieb uns jedoch leider verwehrt und unsere Rücken- und Nacken-Muskulatur sowie unser Sitzfleisch wurden auf eine harte Probe gestellt. Doch von letzterem besitzen wir ja bekanntermaßen mehr als genug und so rückte dieses kleine Problem doch ziemlich schnell in den Hintergrund.
Der erste Tag unserer Reise führte uns immer weiter hinein in das neue Land und vorbei an sich im Mekong waschenden Mönchen, dicken fetten sich in der Sonne badenden Wasserbüffeln, vielen kleinen Bergziegen, arbeitenden Frauen (es ist wirklich krass zu sehen, dass körperlich anstrengende Tätigkeiten so gut wie nur von Frauen übernommen werden), riesigen Bambusrohren, großen Elefanten, kleinen abgelegenen Dörfern, vielen Kindern, einigen Fischerbötchen, etc…
Was uns aber am meisten fasziniert hat ist die einzigartige und größtenteils völlig unberührte Natur, die hier im Norden geprägt ist von sich endlos bis zum Horizont hinter- und übereinander auftürmenden Berglandschaften, die so dicht bewaldet sind, dass es unmöglich ist, einen Anfang oder ein Ende dieser urwaldartigen Vegetation auszumachen. Zu beiden Seiten heraus beobachten wir die ganze Fahrt lang Steinformationen, die aus dem Wasser herausragen, als Befestigungen für Fischernetze dienen und unserem Boot doch manchmal gefährlich nahe zu kommen scheinen. In diesem Bereich ist der Mekong noch nicht sehr breit und mäandriert sehr stark, was dazu führt, dass sich die Landschaft ständig verändert und für uns von Minute zu Minute neue Eindrücke bereithält.
Nach sieben Stunden Fahrt war unser nächtlicher Zwischenstopp erreicht, ein kleines Örtchen namens Pak Beng, das ausschließlich aus Restaurants, Hotels, Guesthouses und Sandwich-Buden besteht und in dieser Größe nur existiert, weil hier „Halbzeit“ ist und alle Passagierboote anlegen. So legten wir uns dann nach dem Essen auch ziemlich bald in heller Vorfreude auf den folgenden zweiten Reisetag ins Bett und mussten noch nicht einmal selbst das Licht ausschalten, da hier um 22 Uhr der Strom im ganzen Ort abgestellt wurde und bis zu unserer Abfahrt um 9 Uhr morgens auch nicht wieder lief.
Der zweite Tag war dann auch nicht minder spektakulär, jedoch um einiges ungemütlicher, da wir noch weniger Platz hatten. Doch auch hier entschädigte die Fahrt für alles. Die Landschaft veränderte sich merklich und die Anzahl von Mensch und Tier entlang des Flusses nahm immer weiter ab, während die Berge immer höher und der Fluss immer breiter wurde. Der niedrige Pegelstand ließ teilweise das helle Flussbett an die Oberfläche treten und wie einen endlosen weißen Sandstrand erscheinen. Doch alle Eindrücke zu fassen und zu formulieren ist unmöglich, sodass eigentlich nur zu sagen bleibt, dass wir bis zum heutigen Tage völlig begeistert sind von dieser einmaligen Fahrt. Einfach unbeschreiblich! Mit dem Sonnenuntergang kamen wir in Luang Prabang an und der Fluss, an dieser Stelle sehr breit und so weit das Auge reicht zu sehen, leuchtete durch die langsam hinter den Bergen verschwindende Sonne hell auf und rundete die zwei unvergesslichen Tage perfekt ab.
Für die Erkundung von Luang Prabang selbst nahmen wir uns drei Tage und Nächte Zeit und konnten schon ziemlich schnell einen großen Unterschied zu Thailand feststellen. Die Menschen hier scheinen viel ursprünglicher zu sein, sind zurückhaltender und scheinen vom hier langsam aufkommenden Tourismus noch nicht so sehr verändert worden zu sein wie wir dies in Thailand häufig feststellen mussten. Im ganzen Land müssen laut Gesetz alle Geschäfte – einschließlich der Bars und Restaurants – um Mitternacht die Pforten schließen, da ein Großteil der Bevölkerung morgens vor 6 Uhr aufsteht, um den Mönchen Almosen zu bringen. Diese Zeremonie blieb uns Langschläfern allerdings (bisher!) noch verwährt, aber wir arbeiten daran.

Einen schönen Einblick in den Tagesablauf eines Mönchs bekamen wir allerdings trotzdem in einem der großen Tempel, wo wir einige Zeit zusehen durften, wie sich die jungen Mönche in ihrer Wohnsiedlung neben dem Tempel vergnügten (auch Mönche besitzen Handys, kloppen sich, rotzen auf den Boden und sehen sich auf Märkten nach den neuesten CD- und DVD-Erscheinungen um, ein lustiger Anblick).
Alles in allem hat uns Luang Prabang trotz der riesigen Touristenschwemme sehr gut gefallen. Es gibt hier einen einzigartigen Night Market, auf dem eine tolle Atmosphäre herrscht und der neben tollen Schmuck, tollen Stoffen und billigen Klamotten auch ein tolles Angebot an kleinen Essständen bietet, an denen man für 5000 Kip (40 Cent) ein tolles Buffet mit Spezialitäten der laotischen Küche bekommt. Außerdem waren wir begeistert vom Aussehen und dem Angebot des Day Markets, der den Markt in Chiang Rai fast noch übertroffen hat und die Palette der exotischen Speisen um gebratene Fledermäuse und eine Vielzahl undefinierbarer tierischer Innereien erweiterte. Auch tote Papageien und andere einstmals schön aussehende Vögel kann man hier käuflich erwerben. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch eines etwas weiter entfernten Wasserfalls, der türkisfarben direkt durch einen Wald zwischen den Bäumen hindurch fließt.

Gestern nun sind wir in Vang Vieng angekommen, einem sehr touristischen Ort, der vor allem für Backpacker gemacht ist. Hier gibt es eine Vielzahl von Freizeitangeboten und es ist nahezu unmöglich, eine Bar zu finden, in der nicht mindestens zwei Fernseher laufen….eben eine Fernsehstadt!

Wir haben nun vor, weiter in den Süden zu reisen. Hier wollen wir uns viel Zeit nehmen, auch mal in kleine Dörfchen gehen, mal schauen wie das hier möglich ist, denn die Reisebedingungen in Laos sind doch etwas gewöhnungsbedürftig (vom Reisen im Public Bus ist abzuraten, wir haben zwei Schweden getroffen, denen auf einer Fahrt gleich vier Mal der Reifen geplatzt ist, ein weiteres Mal verloren sie viel Zeit, weil der Zoll zwei Jäger aus dem Bus holte, die mehrere Exemplare einer geschützten Tierart erlegt hatten…das ist Laos).
Wir jedenfalls kommen hier bisher sehr gut zurecht und freuen uns darauf, dieses Land weiter kennen zu lernen, bisher gefällt es und wahnsinnig gut (es gibt so viele kleine Kinder, es ist wirklich unglaublich)!
Wir freuen uns darauf, euch weiter aus Laos berichten zu dürfen!
Bis dahin macht’s gut und seid alle lieb gegrüßt!

Felix und Elisabeth

PS: Vielleicht solltet ihr wissen, dass wir im ganzen Land weder SMS empfangen, noch versenden können. Es ist anzunehmen, dass wir auch über Handy nicht telefonieren können!

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Kambodscha (Berichte chronlologisch geordnet)
April 23, 2008, 7:00
Gespeichert unter: 03 Kambodscha JAN 2007

Verfasst am 30.12.2006
Kambodscha

Ja ja, wie ihr schon erahnen könnt, hat sich bei uns in den letzten Tagen so einiges getan…
Wir haben einige hundert Kilometer zurückgelegt und feiern den Jahreswechsel in der Hauptstadt des Königreiches Kambodscha, in Phnom Penh. Hier sind wir vor zwei Tagen angekommen und man kann sagen, dass wir schon jetzt von dieser Stadt sehr angetan sind. Durch unsere Erfahrungen der letzten sechs Wochen kommen wir in diesem riesigen unübersichtlichen Moloch um einiges besser zurecht als noch in Bangkok, das wir wie ihr wisst fluchtartig und von Hass erfüllt verlassen mussten. Wir konnten eines der sehr begehrten grossen Zimmer eines schönen Guesthouses am See Boeng Kak ergattern, wo es doch etwas ruhiger zugeht, als im Rest der Stadt. Von der großen Terrasse aus können wir den Sonnenuntergang genießen und die kleine Gasse ist gespickt mit gemütlichen kleinen Kneipen, Unterkünften, Buchläden und kleinen Shops. Außerhalb dieser Idylle wartet jedoch eine erbarmungslose asiatische Großstadt auf uns: Viele, sehr viele Menschen, die Lunge schwärzender und in den Augen stechender Smog, zahlreiche Märkte, von Schmutz bedeckte Bürgersteige und vor allem breite Strassen, auf denen ein dauerhafter Kampf um jeden Zentimeter geführt wird. Es drängen sich unbeschreibliche Massen von Rollern (hier finden vier Personen Platz oder alternativ zehn Körbe frisches Gemüse, fünf Eimer Fisch, 40 Hühner, zwei Schweine und ein Fahrrad, im Notfall noch ein wenig Stahlschrott und ein Autoreifen), Tuk-Tuks, Fahrrädern, teuren Jeeps und PKW’s, bis zum Rande überladenen und teilweise stinkenden weil mit Fisch beladenen LKW’s, Bussen und beinahe zusammenbrechenden weil 20 Menschen transportierenden Pickups, dazwischen Fußgänger (meistens Schulkinder oder Frauen mit einem großen Holzschubwagen) und – ein Elefant. Der reibungslose Verkehrsfluss, der trotz alledem tatsächlich beinahe immer gewährleistet ist, scheint umso unglaublicher, da es hier keine Verkehrsregeln gibt. Die Zahl der Ampeln geht gegen Null und Kreisverkehre gibt es hier genauso viele wie Grizzlybären im Luisenpark. Wer die Straße überqueren will, der drückt einfach fünf bis zehn Mal auf die Hupe und fährt dann in aller Seelenruhe in die Kreuzung ein, die anderen Gefährte folgen ihm solange, bis irgendjemand auf die Idde kommt, sich quer auf die Fahrbahn zu stellen – und sich der Vorgang wiederholt. Es ist schon ein Erlebnis und macht uns sehr großen Spaß, solange wir auf unserem „sicheren“ Motorrad-Taxi sitzen und das Geschehen in aller Ruhe beobachten können.
Allzu viel haben wir hier noch nicht gesehen, aber das Gefühl stimmt, sodass wir hier sicherlich noch zwei Nächte bleiben werden. An Sylvester wird hier ordentlich was los sein und der morgige Tag bleibt uns, die Stadt etwas zu erkunden, bevor hier das Chaos ausbricht.
Der heutige Tag war trotz allem Trubel und unserer allgemeinen Heiterkeit kein besonders fröhlicher, denn wir machten uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg an die wohl dunkelsten Orte in der Geschichte des Landes und der gesamten Menschheit: Die Massengräber Choeung Ek und das Sicherheitsgefängnis 21 (S-21), bekannt als Tuol Sleng. In der vom Pol Pot-Regime zweckentfremdeten und zu einem Hochsicherheitstrakt umfunktionierten ehemaligen Schule wurden zwischen 1975 und 1978 tausende Männer, Frauen und Kinder festgehalten, misshandelt, gefoltert, gequält und anschließend in das etwas außerhalb der Stadt gelegene Lager in Choeung Ek transportiert, um dort auf der Stelle hingerichtet zu werden. Von den einstmals 17000 Inhaftierten konnten sieben Menschen befreit werden. In S-21 wurden im Jahre 1977 durchschnittlich 100 Menschen am Tag grausam umgebracht, weitere 300 Menschen wurden im Konzentratioslager hingerichtet. Hier waren Stromgeneratoren vorhanden, um die Exekutionen Tag und Nacht durchzuführen, während durch Lautsprecher in den Bäumen laute Musik lief, damit die umliegende Bevölkerung keinen Verdacht schöpfte. Die Tatsache, dass Greueltaten der Khmer Rouge noch keine 30 Jahre zurückliegen und neben 9000 Schädeln und Knochen, die aus 86 Massengräbern geborgen wurden, die Kleidung der Opfer aus allen Stellen aus dem Boden hervorragen und Informationstafeln auf die Orte der Folterwerkzeuge, Exekutionen, und Beseitigungen hinweisen, macht den Besuch zu einer sehr bedrückenden, wenn auch interessanten und wichtigen Erfahrung. Die Bilder wird man mit Sicherheit im Kopf behalten, da auch die Opfer mehrmals fotografiert wurden, was in einer angegliederten Fotoausstellung zu sehen ist. Wer sich hierfür interessiert, findet hierzu viele Interessante Links auf Wikipedia!
Nicht zuletzt, um über die nahe grausame Vergangenheit und damit über die Mentalität der Menschen Einblick zu gewinnen und sich mit ihr auch auseinandersetzen zu können, war dieser Tag sehr wichtig und absolut unverzichtbar. Und so traurig es ist, so bilden diese Dinge doch nur ein dunkles Kapitel im grossen Buch der Grausamkeiten im Dasein des Menschen und scheinen genauso zum Leben zu gehören wie Friede, Freude und auch der Eierkuchen.
Letzteren haben wir hier zwar noch nicht entdeckt, aber Freude haben wir in der letzten Woche doch sehr oft verspürt. Den Heiligmorgen und Heiligmittag verbrachten wir auf einem Drahtesel im sonnigen Don Det, also noch in Laos, und fuhren die gesamte Insel der Länge nach ab, um anschließend über eine aus Kolonialzeiten stammende Brücke die benachbarte Insel Don Khon unsicher zu machen. Hier verweilten wir an einem mächtigen Wasserfall und genossen anschließend von der Veranda eines Restaurants aus das angenehme Nachmittagslicht, das sich immer mehr in die aus dem Wasser ragenden kleinen grünen Inseln senkte. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir dann wieder auf unsere Insel zurückgekehrt und konnten einen göttlichen Sonnenuntergang in der Sunset Bar direkt am Fluss bestaunen. Hier trafen wir dann auch zum wiederholten Male Lorene und Flo, ein Pärchen aus Südfrankreich, das wir im Bus nach Pakse kennengelernt hatten. Da die Stimmung sehr gut war und immer mehr zu steigen schien (das Bier schmeckte an diesem Tage noch besser als sonst ) beschlossen wir, den Weihnachtsabend zusammen zu verbringen. Bei Beer Lao, Frühlingsrollen, Curry und angenehm warmen Temperaturen ließ es sich gut verweilen, auch wenn wir das ein oder andere Mal doch gerne ein Stück vom Weihnachts-Braten bei uns gehabt hätten und uns alle einen prall gedeckten Tisch voller Raclette, Camembert und Schinken nicht nur einmal vorstellen mussten. Doch man kann ja bekanntlich nicht alles haben und außerdem konnten uns ja auch nicht so richtig über unsere Situation beklagen. Es war ein wirklich unterhaltsamer und gelungener Abend, der uns unser erstes Weihnachten ohne das gewohnte Umfeld doch mehr als erträglich machte. Wir waren wirklich glücklich!
Am folgenden Tag hieß es früh aufstehen, denn der Bus Richtung Kambodscha, unserer nächsten großen Etappe und damit des nächsten sehnlichst erwarteten Abenteuers, wartete auf uns und es wollten ja auch noch ein paar Menschen beschenkt werden: So konnten sich die Grenzbeamten an der erst seit drei Monaten geöffneten Grenze über eine reichliche Bescherung freuen (hier ein Dollar, da ein Dollar), aber wir sind ja nicht so…
Die offizielle Grenzstadt Stung Treng hatte nicht viel zu bieten, sodass wir noch am gleichen Tag ein Taxi in die Provinz Ratanakiri bekamen (nachdem der offensichtlich verrückte Besitzer eines Restaurants mehrmals versuchte, uns wertlose Gegenstände wie zum Beispiel Werbeprospekte zu horrenden Preisen zu verkaufen (Prospekt „Air Asia“ im Sonderangebot für nur 2,5 Dollar!)).
Nach halsbrecherischer Fahrt über so noch nicht gekannte buckelpistenartige und unfassbar staubige Straßen gelangten wir schließlich nach Ban Lung zu Mr. Leng, der für drei Tage unser lieber Hostelpapa wurde. Neben einem riesigen Zimmer mit Warmwasser und TV wartete dort ein ganztägiger Ausflug in die Umgebung auf uns. Ratanakiri ist die am wenigsten besiedelte Provinz in Kambodscha und besteht größtenteils aus Wald und Wiesen. Daher war es auch wenig verwunderlich, aber nicht minder beeindruckend, die endlosen Kautschuk-Plantagen und Cashewnut-Bäume sowie Zuckerrohr-Plantagen zu sehen. Eine tolle Bootsfahrt von Voen Sai aus über den fast menschenleeren Fluss Tanle San führte uns in ein kleines Dorf namens Kachon, wo ein beeindruckender Friedhof besichtigt wurde, der sich über ein großes Gebiet im Wald ausstreckt und sich doch von unseren Gewohnheiten stark unterscheidet. Nach dem Tod werden die Menschen in einem Holzsarg vergraben und beerdigt, anschließend wird ein Holzzaun oder eine kleine Steinhütte um ihre Gräber gebaut und die Angehörigen bringen Alltagsgegenstände des Toten zur Ruhestätte. Es wird ein Büffel geopfert und Holzstatuen an den Gräbern montiert, die die Verstorbenen darstellen. Danach wird ein Baum zur Orientierung im dichten Wald gepflanzt und der Angehörige wird nur einmal im Jahr besucht…sehr interessant! Nach dem Besuch von drei Minderheiten-Dörfern endete der Tag vor dem Fernseher mit Fußball!
Am nächsten Morgen liehen wir uns Fahrräder und machten eine Tour zu dem 700000 Jahre alten Kratersee Boeng Yeak Lom und danach zu einem kleinen Wasserfall. Der Tag bescherte uns eine Menge Spaß, Anstrengung und vor allem eine rote Färbung von Haut, Haaren und Klamotten (der Staub auf Kambodschas Straßen ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend). Mit den gesammelten Eindrücken dieser schönen Gegend verließen wir ruhigen Gewissens Ban Lung und kamen nach sechs Stunden Fahrt in Kratie an. Hier besuchten wir einige der mittlerweile vom Aussterben bedrohten Irrwady-Süßwasser-Delfine, von denen es nur noch ca. 60 Exemplare im Mekong gibt. An diesem Tage bescherten sie uns große Freude, indem sie sich oft zeigten und uns bis zum Sonnenuntergang unterhielten. Nachdem der Fahrer von Elisabeths Motorrad-Taxi im Vorbeifahren noch schnell nebenher einen Gockel über den Haufen gefahren hatte, kamen wir erschöpft zu Hause an und verbrachten einen sehr schönen Abend mit Stefan, einem frustrierten Arzt aus Flensburg.
Nach schöner Fahrt durch eine sich nun ständig verändernde Landschaft (Flachland so weit das Auge reicht, saftig grüne und endlos weite Reisflächen, Palmen und Zuckerrohrplantagen) und einem kleinen Einblick in die Essgewohnheiten der Menschen (hier werden gebratene Taranteln und riesige Heuschrecken wie Chips gegessen) kamen wir schließlich gestern Abend in Phnom Penh an und müssen nun gleich noch etwas essen!
Es geht uns gut und wir sind sehr gespannt, wie wir hier das neue Jahr beginnen werden. Wir haben nun noch drei Wochen Zeit bis zu unserem Flug nach Bali und freuen uns, in einem neuen Land neue Leute und weiterhin viele neue schöne Dinge kennen zu lernen!

Kommt gut ins neue Jahr, wir melden uns bestimmt bald wieder!

Liebe Grüße!
Felix und Elisabeth

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Bali (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 6:00
Gespeichert unter: 04 Bali JAN/FEB 2007

Verfasst am 21.01.2007
Die Zeiten ändern sich…

Ja ja, so schnell kann es gehen: Gestern noch im drückend heißen Kambodscha, müssen wir diese Tage in Kuala Lumpur aufpassen, dass wir von den apokalyptischen Regenfällen nicht weggespült werden. Wir bekommen hier wirklich das volle Monsun-Programm ab. Das Wetter schlägt innerhalb weniger Minuten um und tiefschwarze Wolken fressen den blauen Himmel unfassbar schnell auf. Es herrschen den ganzen Tag Temperaturen um 30 Grad, es ist unbeschreiblich schwül und die Stadt, die eigentlich mitten im Regenwald liegt (was wir aus den Flugzeug heraus sehen konnten), riecht an manchen Stellen wie ein großes Tropen-Haus. Direkt nach unserer Ankunft begann es zu regnen, sodass wir den Rest des Tages eigentlich nur die nähere Umgebung erkunden konnten. Wir wohnen direkt zwischen dem Hauptmarkt und Chinatown im hammermäßigen Hostel „Le Village“, welches in einem aus 1914 stammenden herrschaftlichen Haus liegt. Die riesige Wohnung zieht sich über drei Stockwerke, innerhalb der Wohnung hat der Besitzer, ein Künstler, mit unglaublich viel Liebe zum Detail sehr stilvoll und atmosphärisch kleine Holzhäuschen gebaut, die als einzelne Zimmer dienen. Im ersten Stock befindet sich eine Gemeinschaftsküche (Wasser, Tee und Kaffee für umme) und ein großzügiger Wohnbereich mit vielen Sitzgelegenheiten. Im zweiten Stock gibt es einen gemeinsamen TV-Raum und in der ganzen Wohnung stehen Bilder und jeglicher Hausrat verteilt. Die Wände sind in den verschiedensten Farben angemalt, es ist einfach toll…eigentlich wie eine große Kommune oder WG! Es ist ein Platz zum Wohlfühlen, an dem man dem Regen in aller Gemütlichkeit trotzen kann.
Am Freitag haben wir dann dennoch das gute Wetter genutzt, um die Stadt kennenzulernen. Wir liefen zum KL Tower, dem mit 420 Metern immerhin vierthöchsten Funkturm der Welt und genossen aus 300 Metern Höhe den Blick auf die Stadt, konnten Leute auf Hotel-Dächern in den Pools baden sehen, ließen die Blicke auf den die Stadt umgebenden Regenwald schweifen und wurden letztendlich Zeugen eines Großbrandes in einem Matratzenlager, welches teilweise schon auf angrenzende Bäume übergriff und die Rauchschwaden sogar die Petronas-Zwillingstürme teilweise umnebelten. Und das will was heißen, ist dieses Bürogebäude mit seinen gut 450 Metern Höhe doch immerhin das zweithöchste Gebäude der Welt! Sehr beeindruckend jedenfalls, auch wenn es leider nicht möglich ist, diese Türme zu besichtigen. So genügte uns der mächtige Blick von unten herauf und unser Weg führte uns weiter in die Pataling Street, die den Chinese Market beherbergt und einem doch ziemlich schnell auf die Nerven geht (sind es die Chinesen an sich, das schlechte und überteuerte Essen, oder der viele Schrott, der zum Verkauf angeboten wird?).
Es ist jedenfalls um einiges angenehmer, seine Erledigungen in einem der vielen geordneten und modernen Kaufhäuser zu erledigen. Moment mal – Kaufhäuser? – ja genau, die gibt es hier mal wieder nach langer Zeit. Genauso wie Supermärkte und McDonalds. Wir sind wirklich mit einem Flug in einer völlig neuen Welt gelandet. Malaysia ist muslimisch, man muss sich also erstmal an Straßen ohne Mönche gewöhnen, es gibt gar keine Tuk-Tuks und Motorroller mehr, was zum einen schade ist und zum anderen Staus an allen Ecken und Enden der Stadt verursacht. Auch die Vorzüge einer ehemaligen französischen Kolonie (Laos), sprich Weißbrot zum Frühstück, fallen hier auch weg. Die Stadt ist multikulturell, aber die Chinesen (Chinatown) und Inder (Little India) bilden die beiden größten Gruppen. Wir haben auch erfahren, dass sich sehr viele Indonesier und Pakistanis hier niedergelassen haben, aber ein Unterschied ist für uns nur sehr schwer auszumachen. Das moderne Zentrum besteht eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von Wolkenkratzern und vielen westlich geprägten Bars und Restaurants, wobei es bei Preisen von fünf Dollar pro Flasche unmöglich ist, ein kaltes Bierchen zu genießen. Uns gefällt es trotz alledem gut hier, wobei wir doch der Meinung sind, dass drei Tage genug des Guten sind, sodass wir uns mit gutem Gewissen morgen in den Bus nach Singapur setzen können.
Der gestrige Samstag fiel dann auch komplett ins Wasser und mit ihm leider auch der atmosphärische Nachtbasar in Little India. Solch unglaubliche Wassermassen innerhalb kürzester Zeit sieht man echt nicht jeden Tag, aber die Menschen (sollte man an dieser Stelle auch die zahlreichen Ratten und Kakerlaken erwähnen, die bei Nacht die Straßen einnehmen?) scheinen hier damit gut leben zu können, auch wenn es uns ein Rätsel ist, warum alle Bürgersteige mit Bad-Fliesen gekachelt sind und somit ein Vorankommen ohne Saugnäpfe an den Füßen unmöglich machen. Aber solche Überlegungen sind hier ziemlich unangebracht…Asien eben.
Ach ja, wir haben völlig unerwartet wieder „unseren“ Argentinier Gabriel getroffen, den wir zum ersten Mal in Thailand und zum zweiten, bis dato letzten, Mal am 13. Dezember im Laos gesehen hatten. Total verrückt und unglaublich!!!
Wir werden den heutigen Abend im Guesthouse verbringen (die entspannendste Option) und machen dann morgen um 10.30 Uhr die Fliege.
Wir melden und dann wieder aus Bali und hoffen, dass es euch allen gut geht.

Seid alle lieb gegrüßt, eure Kuala-Lumpen

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Neuseeland (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 5:00
Gespeichert unter: 05 Neuseeland FEB 2007

Verfasst am 01.03.2007
Neuseeland

Hallo ihr lieben treuen Mitreisenden!
Wie ihr seht sind wir noch am leben und es geht und obendrein auch noch gut, fast schon unverschämt gut. Zur Zeit befinden wir uns in Neuseeland, um genau zu sein in Whakatane bei Antje. Wir haben mehrere wunderschöne und unvergessliche Tage zusammen mit Eva Maria verbracht. Vier Tage im Abel Tasman Nationalpark, nach unserem Abschied, der uns sehr schwer fiel, zog es uns nach Taupo, wo wir saumäßiges Glück mit dem Wetter hatten und uns so die atemberaubende sechsstündige Wanderung durch den Tongariro Nationalpark („Tongariro Crossing“) machen konnten. Bei bester Sicht, blauem Himmel und Windstille wurde dieser Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Hier bei Antje lassen wir es uns zusammen mit den beiden Zwergen Lara und Jana gut gehen, während Mark für „Action“ sorgt. Gestern Barbecue mit saftigem 2 kg-Lammsteak, heute Abend am Meer unser Abendessen fischen, morgen Horse-Trek durch die wunderschöne Umgebung.
Wir genießen somit die letzten Tage in uns bekannten Gefilden, bevor es dann übermorgen nach Chile geht, wo unser Südamerika-Trip beginnt. Wir nehmen uns dann in Santiago mal Zeit, euch ausführlich über unsere Zeit in Neuseeland zu berichten. Die Zeit hier ist einfach viel zu wertvoll, um sie im Internet-Café zu verschwenden, zumal wir bisher vom Regen völlig verschont geblieben sind..Toi toi toi!
Einige Bilder werden dann auch folgen, wir hoffen ihr seid geduldig, wir müssen es ja auch sein, würden wir euch doch zu gerne auch an diesem Teil unserer Reise mehr teilhaben lassen können…

Wir hoffen, dass es euch allen gut geht und denken sehr oft an euch!
Wir melden und in Kürze und wünschen euch ein schönes Wochenende! Wenn wir uns dann das nächste mal bei euch melden, werdet ihr uns dann vier Stunden voraus sein, gewinnen wir durch unseren Flug doch stattliche 16 Stunden!

Seid fest gedrückt, eure beiden Flugulus

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Argentinien & Chile (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 4:00
Gespeichert unter: 06 Argentinien / Chile MAR 2007

Verfasst am 09.03.2007
Südamerika

Genau! Südamerika!

Ola!
Mittlerweile ist es schon eine Woche her, seit wir auf diesem riesigen Kontinent angekommen sind. Hier spricht man Spanisch und sowohl Buddhisten als auch Hinduisten sind rar. Es geht uns immer noch gut, auch wenn hier auf gewisse Art und Weise schon ein anderer Wind weht.
Nach drei Monaten Asien und drei Wochen Neuseeland begann die letzte und zugleich auch längste Etappe unserer Reise in Chiles Hauptstadt Santiago. Dort verbrachten wir zwei Nächte im tollen Hostel „Casa Roja“, wobei wir den größten Teil unserer Zeit in unserem brasilianischen Viertel verbrachten. Zum einen offenbarte uns dieses auf Grund seiner farbenfrohen Straßen und Straßencafés eine gemütliche und so gar nicht großstädtische Atmosphäre und zum anderen hielt sich unsere Lust auf laute und extrem (!) versmogte Metropolen (die die Stadt umgebenden Berge sind nur in Umrissen zu erahnen) doch denkbar stark in Grenzen. So nutzten wir die Zeit, um uns zu akklimatisieren und verdauten unseren Jetlag. Nachdem sich die Suche nach einem Bus-Ticket doch als schwieriger als zunächst angenommen herausgestellt und unsere Stimmung erheblich gedrückt hatte, konnten wir dann am Ende der beiden Tage doch auf einen gelungenen Start anstoßen, was hier bedeutet: Bier aus der handlichen 1 Liter-Flasche!
Doch da wir uns natürlich den hochgelobten Wein auch keinesfalls entgehen lassen wollten, zog es und dann weiter. Und welche Stadt wäre dafür mehr geeignet als Mendoza, Herz und Seele der argentinischen Weinproduktion.
Schon hier wurden uns die riesigen Distanzen vor Augen geführt. Acht Stunden dauerte die Reise, die allerdings eine wirklich fantastische Szenerie bot: Die Anden mussten überquert werden. So bahnte sich unser Bus seinen Weg über einen Gebirgspass, an dessen Gipfel wir die Grenze nach Argentinien auf 2800 Metern Höhe bei blauem Himmel und Sonnenschein nach nur 48 Stunden in Chile überschritten. Die atemberaubende Fahrt führte uns nicht nur vorbei am mit 6962 Metern höchsten Berg Südamerikas, dem Aconcagua, sondern machte auch definitiv Lust auf mehr. Unendliche Weiten, schneebedeckte Gipfel, Vulkanlandschaften, krasse Farben, Kakteen, Wüste, gigantische Flusstäler, einfach nur riesig und wunderschön!
Am Ziel angekommen wartete mit über einer Million Einwohner zwar wieder eine Großstadt auf uns, ließ sich allerdings ihre Größe durch viele Parks und Bäume, gemütliche Cafés und belebte Straßen nicht so richtig anmerken, wenngleich unser nächtlicher Heimweg doch von einem mulmigen Gefühl begleitet wurde. Kurz zuvor hatten wir einen erwachsenen Holländer getroffen, der völlig erschöpft und den Tränen nahe durch die Stadt irrte und nach Hilfe suchte. Er war um 11 Uhr morgens an seinem letzten Tag seiner Reise, die immerhin ein ganzes Jahr dauerte, an der Busstation von zwei Männern ausgeraubt worden, die ihn nach anfänglichen Abwehrversuchen mit Pfefferspray überwältigt und ihm alles genommen hatten. Tim, so hieß der arme Kerl, hatte gerade noch vier Dollar bei sich, konnte allerdings ohne Reisepass seinen Rückflug nicht antreten und konnte auf die Hilfe der Polizei nicht bauen, sodass wir ihm Mut zusprachen und ihm mit 100 Pesos (30 Dollar) wenigstens die Busfahrt zur Botschaft nach Buenos Aires ermöglichen konnten, wo er sich ein neues Rückflugticket kaufen wollte. Wir hoffen, dass es ihm nun wieder gut geht und er sich an seine vielen guten Erfahrungen erinnern kann!
Wir wurden somit direkt ins kalte Wasser geworfen und sind seitdem nun immer ohne Wertsachen unterwegs, versuchen nachts Taxis zu nehmen und sind einfach vorsichtig. Sofern man die Regeln respektiert, kann man hier eine tolle Zeit haben, denn das Nachtleben ist wirklich erstklassig. Das Weinfest in Mendoza haben wir zwar leider verpasst, dafür gab es aber in unserem Hostel freien Wein und Champions League. Auch gut.
In den Genuss des berüchtigten argentinischen Nachtlebens kamen und kommen wir dafür hier in Cordoba. Hier haben wir Patrick getroffen. Seit mittlerweile fünf Tagen haben wir großen Spaß zusammen und haben nach Eva Maria nun noch ein wenig mehr Heimat in die Ferne gebracht, mitten in Argentinien…absolut verrückt!!!
Wir wohnen im „Tango“, einem kleinen Hostel im Zentrum der Studentenstadt, die ebenfalls die magische Grenze von einer Million Einwohnern überschritten hat. Touristen sind hier schwer zu finden und das Nachtleben existiert hier sieben Tage die Woche. Die beiden Brüder, die die Herberge führen, haben uns schon ein gutes BBQ beschert und die Leute sind echt locker drauf. Es ist einfach ein guter Ort, in vielen Belangen mal wieder so richtig aufzutanken.
Am ersten Abend war dies Energie in Form eines langen erholsamen Schlafes. Freitagabend in Form von Bier. Genauer gesagt in Form einer Bier-Verkostung, bei der aber nur die allerwenigsten der zehn getesteten verschiedenen Biermarken im 1 Liter-Format unseren deutschen Maßstäben standhalten konnten. Umgekehrt muss man allerdings auch dazu sagen, dass es uns nur mit aller größter Mühe möglich war, der getesteten Menge Gerstensaft standzuhalten…
Die letzten beiden Tage standen ganz im Zeichen guter alter deutscher Kultur und wir kamen in La Cumbrecita, einer alten deutschen Siedlung, in den Genuss von Sauerkraut, Knackwürsten und Apfelstrudel in Schwarzwaldhäusern! Obwohl dieses Örtchen sehr touristisch ist, verbrachten wir doch zwei schöne Tage. Tolle Landschaft, viele kleine Bäche, in deren eiskaltem und glasklarem Wasser wir uns immer wieder erfrischende Bäder genossen. Gestern dann machten wir uns auf den Weg zum Friedhof, dessen Gräber ausnahmslos die Namen deutscher Auswanderer zeigten. Überaus interessant!
Mittlerweile sind wir nun wieder in Cordoba und es steht noch ein echtes argentinisches Steak aus!!!
Die Stadt ist echt schön und die vielen Kolonialgebäude und Kirchen machen den Ort zusammen mit vielen netten jungen Menschen wirklich angenehm. Wir heben zusammen mit Patrick zu dritt echt eine schöne Zeit und lernen die Vorzüge deutscher Sprache und vor ihrer Witzigkeit neu schätzen. Wir haben jedenfalls viel Spaß!
Wir haben noch keine Entscheidung darüber getroffen, wie es weitergehen soll. Wir sind selbst sehr gespannt darauf, wo es uns hinverschlägt, nachdem wir uns wohl oder übel in den nächsten Tagen wieder von Padde trennen müssen.
Bis dahin werden wir noch weiter für schwerere Zeiten im Voraus auftanken und unser Bestes geben, dies gut zu verdauen.

Seid alle lieb gegrüßt, wir hoffen, dass es euch gut geht und ihr gut auf euch aufpasst, wir tun es auch, keine Sorge!!!

Eure Dreierbande a.k.a. Felix, Elisabeth und Patrick

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Bolivien (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 3:00
Gespeichert unter: 07 Bolivien APR 2007

Verfasst am 08.05.2007
Bolivien – Tupiza

Bolivien. Unsere Busreise endete in La Quiaca, Argentinien. Das bedeutete, dass wir die Grenze nach Villazón zu Fuß überqueren mussten. Irgendwie ein schönes Gefühl, bewusst in ein anderes Land zu laufen, zusammen mit einigen hundert anderen Menschen. Die Straße gesäumt von Straßenhändlern, die billige Straßenware an den Mann bringen wollen. Es ist keine gewöhnliche Grenze. Nicht nur die Tatsache, dass wir uns der bolivianischen Nationalflagge Schritt für Schritt nähern. Die Menschen sehen plötzlich total anders aus. Zum einen sind sie durchschnittlich nur noch 1,60 Meter gro?, zum anderen riechen sie ganz anders (man möchte schon fast von „stinken“ reden), sehen ganz anders aus (da die Bezeichnung „Indio“ als diskriminierend gilt, sprechen wir von nun an von den „Ureinwohnern“, gemeint sind aber eben jene kleinen, dunkelhäutigen Menschen, die durch hohe Wangenknochen und ausgeprägte Kieferknochen auffallen und dem ersten Eindruck nach ziemlich befremdlich wirken).
Es ist kein gewöhnlicher Grenzübergang. Es ist nicht so, wie wenn wir mal von Deutschland nach Österreich fahren. Die Sprache bleibt zwar gleich (zumindest die offizielle Landessprache; die Ureinwohner sprechen Quechua), die Vorzeichen ändern sich jedoch komplett. Es ist vielmehr vergleichbar mit der Grenze zwischen Deutschland und Russland. Es ist ein komplett unterschiedlicher Lebensstandard, die Menschen sind viel ärmer. Und es ist eine andere Armut als zum Beispiel in Asien. Hier haben die Leute nicht nur kein Geld, hier ist der Boden unfruchtbar, trocken, hart. Echte Knochenarbeit, ein Rätsel, wie sich die Menschen in diesem Teil des Landes selbst ernähren können. 85 Prozent der Männer kauen 30 Gramm Coca-Blätter am Tag und haben dadurch den ganzen Tag über eine dicke Backe (anfangs haben wir uns noch darüber gewundert, warum so viele Menschen einen Gesichts-Tumor haben). Die Frauen tragen alle Melonen-Hüte, eine Bluse, darüber eine einfarbige Strickweste, mehrere Röcke übereinander, darunter eine Strumpfhose und geschlossene Schuhe. Die dicken Haare, meist bis zum (voluminösen) Hinterteil reichend, sind zu wulstigen Zöpfen geflochten und am Ende mit einer Art Kordel miteinander verbunden. Viele sind Marktfrauen, verkaufen ihre Ware auf der Straße oder auf Märkten (ja, es ist toll, die Tagesmärkte sind zurückgekehrt und haben die Supermärkte wieder abgelöst) oder sind auf dem Feld beschäftigt. Oft sieht man sie mit den typischen bunten Tüchern auf ihrem Rücken, wie sie eines ihrer durchschnittlich drei Kinder (auf dem Land sechs Kinder pro Frau), zu einem kleinen „Packen“ mit Mütze zusammengeschnürt, umhertragen. Überhaupt scheinen Frauen und Kinder eine große Rolle zu spielen. In ländlichen Gebieten arbeiten alle Kinder ab einem Alter von zehn Jahren. Meistens werden sie mit der Aufgabe betraut, das Vieh zu hüten. Wenn sie älter sind, treiben sie eine kleine Anzahl von Eseln, bepackt mit riesigen Mais- oder Kornbüscheln, umher. Die Jüngeren führen fette Schweine an Leinen durch die Landschaft, während zwei Geschwister gemeinsam die Schafe hüten und somit den ganzen Tag damit beschäftigt sind, dem Vieh beim Fressen zuzuschauen. Verständlich, dass sie sich oft von morgens bis abends in den Schatten hinter einen Busch oder unter einen Baum legen und schlafen…
Nun gut, zu Anfang ist vieles sehr neu, doch mit der Zeit findet man sich auch hier zurecht, kann sich mit dem unterschiedlichen Hygienestandard arrangieren (nur in Bussen führt die hohe Konzentration des Geruchs manchmal zum plötzlichen Schwinden jeglichen Appetits) und lernt die Mentalität der Menschen sehr zu schätzen. Vielleicht ist das so unterschiedliche Aussehen der Menschen am Anfang eine Hürde, doch schnell haben wir die Menschen hier lieben gelernt. Es sind hilfsbereite, ehrliche Leute, man muss sehr selten handeln, meist bekommt man ehrliche Preise genannt. Oft werden wir angesprochen, woher wir kommen, ob wir verheiratet sind. Man kann sich näher kommen, fühlt sich nicht distanziert oder gar ausgeschlossen.
Und was das Touristen-Dasein angeht herrschen hier natürlich wieder paradiesische Zustände: Zimmer für drei Euro pro Nacht, zwei Euro für eine warme Mahlzeit, man könnte fast schon von asiatischen Verhältnissen sprechen…
Nach der ersten Nacht in der Grenzstadt Villazón machten wir uns dann also am folgenden Tag auf den Weg Richtung Norden. Mit dabei war Adrian aus Heidelberg, den wir zuvor schon in Salta getroffen hatten. Tupiza, eine kleine Stadt im Süden des Landes, sollte nun unsere erste Station in Bolivien sein. Umgeben von einer traumhaften Landschaft hatten wir ursprünglich vor, einige Tage unseres 30-Tage-Visums hier zu verbringen. Doch wie so oft wollte es das Schicksal einmal wieder anders…

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Peru (Berichte chronologisch geordnet)
April 23, 2008, 2:00
Gespeichert unter: 08 Peru MAI 2007

Verfasst am 09.05.2007
Peru – Puno

Seit gestern sind wir nun in Peru angekommen, unser vorletztes Reiseland (was diese Reise anbelangt, versteht sich!). Es liegen nun noch sieben Wochen vor uns bis zu unserem Rückflug nach Deutschland. Man könnte mit Sicherheit viel Zeit hier verbringen, doch die bleibt uns leider nicht. So werden wir aber auf alle Fälle genug Zeit haben, um einige Höhepunkte des Landes zu erleben, bis wir schließlich am 05. Juni einen Flug von Santa Cruz (Bolivien) über Sao Paolo nach Rio de Janeiro in Brasilien gebucht haben. Wir mussten also noch nicht endgültig von Bolivien Abschied nehmen, wir kommen noch einmal, verbringen noch einige Tage in La Paz, bevor es dann an den Strand geht. Energie auftanken für den Sommer in Mannheim, der soll ja dieses Jahr ganz außerordentlich gut sein…wenn das mal keine guten Vorzeichen sind!

Also seid alle ganz lieb gegrüßt, gedrückt und umarmt, wir werden uns in Kürze (ja, es war eine lange Zeit) melden und denken an euch, vor allem in diesen Stunden, da es hier in Puno schon erbärmlich kalt wird. Man möchte doch wirklich in Deutschland sein, in der Nacht zumindest.

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Brasilien
April 23, 2008, 1:00
Gespeichert unter: 09 Brasilien JUN 2007

Nachträglich verfasst

Rio de Janeiro – Paraty – Ilha Grande

Es kostete uns weitere 13 Stunden, um von Cusco zurück nach La Paz in Bolivien zu gelangen. Dort verbrachten wir noch einige Tage und hatten somit die Möglichkeit, uns noch einmal von diesen tollen Menschen und dieser fesselnden Stadt zu verabschieden. Wir besuchten das Coca-Museum, deckten uns mit Alpaca-Stoffen ein und genossen die unschlagbare Auswahl an frischen Säften auf dem Sonntagsmarkt. Doch auch diese zeit nahm ihr Ende und wir mussten uns auf den Weg in Richtung Santa Cruz machen, von wo aus nach einer weiteren Nacht unser Flugzeug über Sao Paulo nach Rio de Janeiro flog.

Die letzten drei Wochen standen dann auch ganz im Zeichen dieser Stadt, ihrer Menschen, ihrer Strände und der brasilianischen Küche. Wir wohnten in einem tollen Hostel, dem „Mango Tree“, in Ipanema, direkt am Strand und Wand an Wand mit dem berühmten Restaurant „Garota de Ipanema“, in dem das weltbekannte Lied „The Girl from Ipanema“ entstand.

Die ersten Tage ließen wir ruhig angehen. Wir schliefen lang, frühstückten ausgiebig und vertrieben uns die Zeit am Strand und in einer der zahlreichen Saft-Bars. Abends dann Volkfeststimmung in den Straßen von Lapa, einem Stadtteil im Zentrum der 7-Millionen-Metropole. Wir besuchten die weltbekannte Jesus-Statue auf dem Hügel „Corcovado“ und konnten uns vom Zuckerhut aus selbst ein Bild davon machen, warum diese Stadt als die schönste der Welt gilt: Malerisch zwischen mit Urwald überzogenen Hügeln gelegen, unterbrochen durch die wohl bekanntesten Strände der Welt: Copacabana und Ipanema. Wie statteten einem der berüchtigsten Fußball-Stadien der Welt, dem „Maracana“ einen Besuch ab und wurden dort Zeugen einer fantastischen Atmosphäre und der Spielkünste eines mittlerweile stark gealterten aber deswegen nicht minder berühmten brasilianischen Fußballers Romario wurden. Außerdem besuchten wir eines der größten Armenviertels des Landes, die Favela „Rocinha“. Über die malerische Stadt Paraty führte uns unser Weg schließlich für einige Tage auf die ehemalige Gefängnisinsel „Ilha Grande“, welche über die schönsten Strände des Landes verfügt und aufgrund ihrer geringen Größe sehr attraktiv für Wanderungen und Bootsfahrten ist. So erkundeten wir jeden Tag aufs neue einen anderen teil der Insel und hatten dabei sämtliche Traum-Strände ganz für uns alleine. Wir konnten wir uns beim Schnorcheln für die farbenfrohen Korallenfische begeistern, erspähten eine Wasserschildkröte, beobachtete stundenlang die kleinen Kolibris, bekamen einen kleinen schrecken beim Anblick einer 1 Meter langen Echse und konnten nicht genug kriegen von den kleinen Äffchen, die sich in den Bäumen tummelten. Eine sagenhafte Insel, ein wahres Paradies.

Ein gelungeneres Ende könnte eine solche Reise wohl nicht nehmen. Innerhalb von knapp acht Monaten waren wir auf drei Kontinenten zu Gast, legten mehrere tausen Kilometer mit Bus, Bahn, Boot, auf dem Fahrrad, mit dem Tuk-Tuk, auf dem Motorroller oder zu Fuß zurück und besuchten auf diese Weise 13 verschiedene Länder.

Eine Zeit, die so zwar nicht wieder kommt, die wir aber mit Sicherheit niemals vergessen werden und die vor allem Lust auf mehr macht. In diesem Sinne freuen wir uns, solch tolle Sachen erlebt haben zu dürfen und wünschen uns auf der anderen Seite, dass dies nur der Anfang war…

Eure beiden Flugulus Elisabeth und Felix